Mittwoch, 29. Januar 2014

Coffee and more...

Ihr Lieben,

wieder einmal hat es uns an einen wunderschoenen Ort verschlagen, nach Manizales, bzw die Hacienda Venecia, unser Hostel auf einer Kaffeeplantage.

Aber von vorn... Wir fahren von Medellin (Blog folgt) mit dem Bus nach Manizales. Die Stadt befindet sich auf etwa 2400 Hoehenmetern. Wir sind vier Stunden auf engen, kurvigen Strassen, mit vielen Abhaengen und einem sehr waghalsigen Chauffeur unterwegs. Ueberholen in Kurven und fahren auf der anderen Strassenseite scheinen ihm Spass zu machen.
Die Aussicht ist mitunter jedoch atemberaubend!

Eine halbe Stunde stehen wir im Stau. Irgendwann gehts weiter. Die Ursache ist der tuerkise LKW ganz links. Eine Achse ist gebrochen, es laeuft Oel aus. Der Fahrer jedoch steht sehr entspannt daneben und beobachtet die Autoschlange. Auf die Idee den Verkehr zu regeln kommt er nicht ;)

Besonders begeistern uns in Manizales die "Oeffentlichen Verkehrsmittel". Dadurch, dass die Stadt sehr am Berg gebaut ist, koennen freilich keine U-Bahnen fahren. Auf clevere Art und Weise wurde hier Abhilfe geschaffen :)

Jaccy geniesst die Fahrt sichtlich :)

Ueber den Daechern von Manizales.

Im Lonely Planet lesen wir vom typischen Gericht fuer Plantagenarbeiter in den Bergen, die Bandeja Paisa. Mit einer Mahlzeit mussten sie moeglichst viele Naehrstoffe und Kohlenhydrate zu sich nehmen. Nach Ruecksprache mit dem Kellner bestellen wir je nur eine halbe Portion. Eine halbe Portion??

 Was finden wir auf dem Teller? (halbe Portion)
- Riesenmenge Reis
- Gekochte rote Bohnen mit undefinierbaren Fettstuecken
- Chorizo (das Wuerstchen)
- Hackfleisch (die graubraune Masse)
- Schweinebauch (Speck bis zur Unkenntlichkeit gebraten)
- Spiegelei
- Frittierte Kochbanane
- Arepa (nach nichts schmeckende Maiskuchen)
- Salat
- Fuenf verschiedene Sossen
- Nachspeise besteht aus Milch mit Mais und einer Art suesser Streusel

Reichhaltig? Jaaaa!! Viel? Jaaaa!!! Wir haetten noch eine dritte Person zum essen gebraucht.

Nach diesem Essen nehmen wir uns ein Taxi zur Kaffeefarm, welche etwa 20 Minuten ausserhalb von Manizales liegt. Die letzten beiden Kilometer sind auf einem Waldweg zurueckzulegen, im Dunkeln. Jaccy haelt notfalls das KO-Spray bereit :-D
Doch wir werden sehr freundlich empfangen und sind begeistert von unserer Unterkunft und das obwohl sie noch im Dunkeln liegt.
Es sind unzaehlige Sterne sichtbar, der Pool ist schoen und lauwarm und Gluehwuermchen tanzen um die Wette. Traumhaft!

Und dann bei Tageslicht... oh hoppla, da hat sich Anna im Zimmer geirrt :-D

Das hier wollten wir :-D Es gefaellt uns jedenfalls auch bei Tageslicht ;)
Uns Gaertnerinnen begeistert vor allem die grosse Pflanzenvielfalt im Garten.








Fruehstueck am Morgen, mit richtig gutem kolumbianischen Kaffee!! Den trinken sogar wir Kaffeemuffel ;) (aber nur mit Milch und Zucker).

Natuerlich muessen wir uns auch ansehen wie der Kaffee produziert wird!
Von der Kirsche bis zum Kaffee, ein langer Weg...

...wir beschraenken uns aufs Noetigste. Bei naeherem Interesse stehen unsere Reisetagebuecher zur Einsicht bereit :)

So sieht es aus, wenn Jaccy neben einem Kaffeebaum steht...

Hier wird der Kaffee nach Qualitaet sortiert. Er wird geflutet, die guten Bohnen sinken nach unten, die schlechtere Qualitaet schwimmt.

In Kolumbien bekommt man auf dem freien Markt nahezu ausschliesslich die schlechte Qualitaet. Kaffeebohnen erster Wahl werden fast vollstaendig ins Ausland exportiert.
So sehen die Bohnen schlechter Qualitaet ungeroestet aus. Kein Wunder, dass in Kolumbien nicht sehr viel Kaffee getrunken wird.

Dies sind die Bohnen erster Qualitaet (haben wir, in geroestetem Zustand, gekauft).

Wie beim Wein wird der Geschmack von Kaffee ueber verschiedene Aromen definiert.


 Fertig verpackt, das Aroma eingeschweisst ;)


Anna hat bei der Kaffeefuehrung einen neuen Freund gefunden. Der "zahme" Papagei lebt mit zwei Artgenossen frei auf der Farm.


So schoen wie die Hacienda ist auch die Umgebung...

Jaccy bemerkt seltsame Kruemel in ihrem Bett. Irgendwann kommt sie darauf, dass es von Holzwuermern stammt, welche in der Decke ueber dem Bett leben. Um eine eventuelle Konfrontation mit den Tierchen in der Nacht zu vermeiden, klebt sie die Loecher kurzerhand mit Klebeband ab. (Danke Anna fuers mitschleppen :-D)

 
Wunderschoene Abendstimmung auf der Hacienda Venecia. 






 

Ein bisschen traurig sind wir schon, als wir diesen traumhaften Ort verlassen. Jedoch haben wir ein Jobangebot des Eigentuemers fuer die Gartenpflege in der Tasche. So koennen wir jederzeit zurueckkehren :)
 
Fuer uns geht es jetzt weiter zurueck nach Bogota um von dort ins Ungewisse zu starten ;)
 
Hasta luego :) 




1 Kommentar:

  1. Tolle und schöne Kaffee-Reportage. Herzlichen Dank. Viel Spass beim Planen ins Ungewisse
    sTanti

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